Was gibt es und was davon ist wirklich sinnvoll:
Halsband:
Halsbänder dürfen gerne günstig sein! Beim Welpen, kann man eh alle 2 Monate ein neues kaufen, weil es zu klein wird. Gleichzeitig ist es nach kürzester Zeit so dreckig oder schrottig, dass eh ein Neues hermuss. Wenn Hunde miteinander toben, gibt es kein Pardon. Das 90,- Halsband kann man gerne im Schrank haben für den feinen Stadtspaziergang an der passenden kurzen Leine.
Geschirr:
Grundsätzlich ist ein Geschirr für den Hund deutlich angenehmer. Für alle Beteiligten an der Leine, ob vorne oder hinten, sollte der Hund aber gut an der Leine gehen können. In ein Geschirr kann man sich nämlich ganz besonders reinlegen, um vorwärts zu kommen. Ist für beide Parteien zwar ein gutes Krafttraining aber in Sachen Leinenführigkeit absolut kontraproduktiv. Grundsätzlich darf man beim Geschirr wieder mehr Geld ausgeben, da es eher für die Optik ist 😉. Falls ihr irritiert seid, lest gerne den Artikel im Bereich Trainingseinheiten „Leinenführigkeit“
Bauchtasche mit 100 Fächern:
Als Ersthundebesitzer will und hat man alles. Ging mir auch so. Da war alles dabei: Kackbeutel, Leckerli, Pfeife, Leberwurst-Tube, Taschentücher, Wasserflasche, Schellen. Meine High Professional Bauchtasche liegt jedenfalls seit Jahren vom Futter durchgefettet im Schrank. Nach 17 Jahren Hund sage ich: braucht man nicht. Bei eurem ersten Hund: gönnt es euch, fühlt sich gut an; motiviert und so richtig ausgerüstet voll ins Training einzusteigen. Nichts geht über eine ordentliche Portion Motivation. Im Bereich Trainingseinheiten werdet ihr aber sehen, dass gar nicht so viel Tamtam notwendig ist.
Kurze Leine:
Super wichtig! Teuer oder billo ist wurscht.
Schleppleine:
Wenn wir in Schubladen und Klischees denken, dann ist eine Schleppleine natürlich das absolute non-plus-ultra Profi-Equipment im Besitztum eines Hundemenschen. Und was habe ich schon an Schleppleinen gekauft. Pah…aus Nylon, aus Silikon, länger, kürzer, flach, rund; ich hatte sie alle… und am Ende… alles Murks, muss aber jeder selber wissen. Lässt man die Nylonleine im Dreck hinterher schleifen, ist sie a) schön schmutzig und nervt richtig alles zu reinigen und b) geht der Hund damit ab und die Leine zieht sich um den Baum, sitzt der Hund fest, und ich weiß nicht wo. Da ist die Silikonleine deutlich besser zu reinigen; ein Wisch und weg.
Wenn man keine Lust auf die anschließende Reinigung hat, dann kann man ein kleines Fitnessprogramm einbauen, und die Leine immer wieder aufnehmen, wenn der Hund wieder näher bei einem ist, um ne Sekunde später wieder lose zu geben. Herrliches Workout; vor allem wenn man aus dem Norden der Republik kommt, wo überwiegend Schietwedda herrscht.
Wenn ich Schleppleinen mit Hund am anderen Ende begegne, dann machen sie ihrem Namen alle Ehre. Wahrscheinlich war ich die Einzige die diese Leine immer wieder aufgenommen hat, bis ich die Nase voll hatte. Ich lasse jetzt einmal eine kleine Frage im Raum stehen: Wenn der Hund ab 10 kg Körpergewicht abrupt ins Laufen/ Jagen kommt und der Besitzer tatsächlich noch so schnell reagiert, dass dieser den Fuß soeben noch auf den letzten Zipfel der Leine stellen kann. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Fuß die Leine fixieren kann, wenn der Hund bereits 9m losgesprintet ist?
Flexi Leine:
Die absolut beste Alternative zur Schleppleine! Wenn das Ableinen von Hunden untersagt ist, dann ist die Flexileine eine saubere und einfache Lösung. Fertig.
Körbchen:
Seit 17 Jahren kaufe ich billige Körbchen und bereue es JEDES MAL! Ich lerne es aber auch nicht. Macht es besser. Spart nicht an einem Körbchen.
Hundebox:
Für die Welpenzeit ganz wichtig und aus Metall. Bei großer Skepsis lest hierzu gerne den Artikel „Boxentraining beim Welpen – sinnvoll oder Quälerei“
Hundejacke:
Wichtig, wenn man einen Hund mit kurzem Fell und ohne Unterwolle hat. Das ist nicht verpupelt; die frieren wirklich. Und dabei ist Nässe und Wind das unangenehmere Übel als winterliche trockene Kälte. Meine Empfehlung ganz klar: Softshelljacke gefüttert.
Napf:
Meine Hunde würden jetzt schreiben: schmeiß das Futter einfach irgendwo hin, das holen wir uns schon und Wasser bitte Regenwasser aus der Gießkanne… best ever. Das lasse ich jetzt einfach mal wirken.
Spielzeug:
Da kann man das kaufen, was das eigene Nervenkostüm aushält. Quietsche Tiere nerven zu Tode und gleichzeitig bilde ich mir ein, dass es pädagogisch nicht so wertvoll ist. Lese dazu gerne den Artikel „Beißhemmung“. Ein Zottel muss unbedingt sein und möglicherweise noch etwas Rassetypisches. Agility Equipment, Wurfbälle, Wasserspielzeuge usw. Da kenne ich mich nicht so mit aus. Ich habe Ridgebacks… die spielen nicht, die apportieren auch nichts; die warten den ganzen Tag bis der Löwe aus dem Gebüsch springt 😉 Augen auf bei der Rassewahl.
Bekleidung für den Menschen:
Hier ist es sinnvoll wieder etwas mehr Geld auszugeben. Bei diesem Punkt können wir jetzt 5,- ins Phrasenschwein schmeißen: Es gibt kein schlechtes Wetter…
Wenn man in richtig guten Klamotten, die wind- und wetterfest sind, mit dem Hund raus geht, dann ist das Wetter tatsächlich nicht mehr so schlimm. Man wird nicht nass bis auf die Haut und friert auch nicht. Es lohnt sich.
